In unserer Reihe „Schläger des Monats“ hatten wir schon alles: High-Tech-Carbon, japanische Highend-Beläge und Leute, die ihre Noppen öfter wechseln als ihre Socken. Und dann gibt es Helmut.
Seit 1999 bereichert er unsere Abteilung in verschiedensten Aktivitäten. Ob als ehemaliger Abteilungsleiter, als Organisator, als Vorstandsmitglied oder einfach als die „Gute Seele“ des Vereins – Helmut ist überall dort, wo er gebraucht wird. Und ja, manchmal ist er auch einfach der herrlich grummelige Mann, den wir genau so schätzen. Wer ihn an der Platte beobachtet, sieht Tischtennis in seiner reinsten Form. Sein Spielstil? Helmut nennt es kurz und knapp: „Hin und her“. Und genau diese pragmatische Ruhe strahlt auch sein Arbeitsgerät aus.
Das Setup: Ein Hauch von Nostalgie
Helmuts Schläger ist kein Sportgerät aus dem Hochglanzkatalog – es ist ein treuer Gefährte mit Geschichte.
Holz: Ein Marc 5 (wahrscheinlich – so genau lässt sich das unter den ehrwürdigen Gebrauchsspuren kaum noch entziffern).
Vorhand: Sonic Quatro (in Rot).
Rückhand: Tibhar Vari Spin (in Schwarz).
Auf die Frage, warum er sich für genau diese Kombination entschieden hat, folgt Helmuts unschlagbare Logik: „Wurde so empfohlen.“ Und was gefällt ihm besonders an den Belägen? „Vorhand ist rot, Rückhand schwarz.“ Manchmal kann das Leben (und der Sport) so einfach sein.
Die Philosophie: „Ewig“ ist das neue „Neu“
Während andere verzweifelt nach dem perfekten Katapult-Effekt suchen, setzt Helmut auf Kontinuität. Sein Material ist seit „Ewig“ im Einsatz. Belagwechsel? „Gar nicht, sind doch vorhanden.“ Diese Gelassenheit zieht sich durch das ganze Gespräch. Wenn andere über Tuning und Schwammhärte philosophieren, fragt Helmut trocken: „Liegt’s wirklich am Material?“ Eine Frage, die manch einen von uns nach einer knappen Niederlage mal kurz innehalten lassen sollte.
Spielgefühl & Anekdoten
Sein Schläger hat Helmut schon durch gefühlt hunderttausende Ballwechsel begleitet. Er ist kein Mann der großen Worte, wenn es um Vibrationen oder Ballabsprung geht. Sein Gefühl in drei Worten: „Ok, ist vorhanden.“ Und falls der Schläger doch mal zu Hause liegen bleibt? Dann wird nicht verzweifelt nach Hause gerast, sondern sich einfach einer geborgt. Funktionieren muss er, mehr nicht. Wenn sein Schläger sprechen könnte, würde er wohl nur eines sagen: „Vergiss mich nicht…“ – und genau das tun wir auch nicht, denn Helmut und sein „Hin und her“ sind aus der Halle nicht wegzudenken.
Helmuts Tipp für alle Material-Suchenden:
„Welches neue Material? Funktioniert doch alles!“
Du hast auch einen Schläger mit Charakter? Dein Setup muss nicht neu sein, um hier stattzufinden – es muss nur eine Geschichte haben. Wenn du auch mal unseren Fragebogen ausfüllen willst, melde dich einfach beim Training oder schreib uns!