Komplett überflüssig…. [SVT Jugend vs. Mörtitz 13:1]

Hallo zusammen,

 

jeder kennt diese Situationen.
Man ist anwesend, sieht blendend aus, fühlt sich in Ordnung, aber man weiß genau, dass man überflüssig ist.
Beispielsweise der 60.te Geburtstag der Großtante.
Man kennt niemanden, aber wirklich jeder kommt vorbei, kneift dir in die Wange und sagt wie groß, oder dick, oder hübsch man doch geworden ist.
Oder das Blind Date, wo in der Lokalität die Tür aufgeht und man nur denkt:
„Meine Güte! Bitte nicht die! Das eine kann ich mit der nicht, das andere will ich nicht!“
Sie setzt sich trotzdem lächelnd zu dir…
Mein absoluter Favorit war aber eine Prüfung im Studium.
Thema :„Physikalische Chemie“!
Der Schein war nicht mehr notwendig, die Vorlesung selten besucht, der Dozent in seiner eigenen Welt und die mündliche Prüfung überflüssig.
Allein der Name… Physikalische Chemie, warum nicht gleich Sportliches Deutsch, Künstlerische Mathematik oder Biologische Religion.
Ich war da, sah blendend aus, fühlte mich in Ordung, war aber überflüssig.

Dieses Highlight wurde nun aber am 12.01. nochmals übertrumpft.

Die Story:

Julie und Susi waren sofort am Tisch und siegten ohne Probleme. 3:0
Matti und Stephanie verschenkten den ersten Satz unnötig, aber dann war es ganz souverän. 3:1
Ich fühlte schon etwas Müdigkeit in mir hochsteigen

2:0

Die erste Runde war dann sehr schnell vorbei. Susi 3:0, Matti 3:0, Julie 3:0 & Stefanie 3:1
Alle Spiele waren kurz und wurden schmerzlos (für die Gegner schmerzhaft) von uns dominiert.
Ich lehnte mich zurück, trank meinen Kaffee und spielte mit dem Kugelschreiber.
(Mine rein, Mine raus, Mine rein, Mine raus,…)

6:0

Runde 3 hatte dann den einzigen, nicht notwendigen Makel.
Während Susi erneut mit 3:0 gewann, Julie komplett abgebrüht 3:0 siegte und Stefanie, kalt wie eine Hundeschnauze 3:1 gewann, musste Matti eine 2:0 Führung doch noch mit 2:3 abgeben.
Dies nehme ich aber auf meine Kappe! Ich war kurz vor der REM-Phase und konnte somit meine Ideen nur leicht verschlafen anbringen. Die mögliche Auszeit haben wir beide verpennt.

9:1

Runde 3 dann wieder wie gewohnt, ich konnte über Gott und die Welt nachdenken.
Julie 3:1 („Ist das Bügeleisen aus?“), Susi 3:0 („Was gibt’s heute zu essen?“), Matti 3:0 („Nächste Woche Zahnarzt. Nicht vergessen!) & Stephanie 3:1 (Fenster putzen, könnte ich auch mal wieder“)

13:1

Zack, vorbei!
Es war sehr entspannt, sehr ruhig und komplett souverän.
Auch wenn ich nicht viel zu tun hatte, machte es mir Spaß der Jugend zu helfen und mit manchen Kommentaren den Sieg zu sichern.

Susi ist eine sehr komplette Spielerin.
Wenn sie ihren Druck auf den Tisch bekommt und den entscheidenden Ball spielt, ist kaum ein Kraut  gegen sie gewachsen. Vor allem versucht sie nicht jeden Ball zu töten. Sie weiß, dass Vorbereitung manchmal wichtiger ist, als der sofortige Genickbruch des Gegners. Tischtennis ist wie Rache und wird kalt serviert.
Aufpassen muss sie bei Gegner, die „krumm“ spielen, das kommt aber mit mehr Erfahrung.

Julie ist unsere Energiekanone.
Einmal im Spiel lässt sie sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und zieht ihren Stiefel durch. Sicher aus der Halbdistanz mit Schnitt oder druckvoll am Tisch. Beides wird von ihr beherrscht und sie bewegt sich im Spiel mehr, als einige Spieler aus den Herrenmannschaften. Manchmal ist ihr Kopf aber schon drei Ballwechsel weiter und sie setzt sich selber unter etwas Druck, dies wird aber von ihr sofort erkannt und geändert.

Matti ist der Techniker. Von ihm sieht man manchmal Bälle, die zeigen welch Ballgefühl er hat. Sieht manchmal etwas schräg und unbeholfen aus, ist aber so gewollt und in der Klasse, in dem Alter, ist das für die Gegner oft frustrierend und führt zu Fehlern. Wenn er das beibehält, verfeinert und noch mehr Variationen beherrscht, kann das auch in älteren Spielklassen zu Siegen führen.

Stephanie blockt die Gegner eiskalt weg und nutzt dabei den Vorteil ihrer Körpergröße.
Auch hier erkennt man ein großes Ballgefühl und kleinere Fehler führen nicht zu Panikattacken. Die Gegner bekommen eher eine Zerrung im Arm und verzweifeln an der großen Wand. Auch hier ist die zukünftige Spielweise schon definiert und sollte einfach noch mit etwas Variationen angereichert werden.

Ich für meinen Teil saß, nickte, applaudierte, kommentierte, trank, schlief, bewegte mich kaum, ging aufs Klo und genoss den Tag. Also doch wie im Studium! (nur etwas älter und dicker….)

Tresi…Gooo!

Eure „Rückhand“ aka Gordon

1 Kommentar

  1. @Leon:
    Der Kuchen wurde mit voller Absicht nicht erwähnt! 🙂

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